Die Linke im Stadtrat Buchholz i.d.N.
Steffen Wetzel
Die Linke bildet eine Gruppe mit der SPD. Steffen ist stellvertretender Gruppensprecher und leitet als Vorsitzender den Ausschuss für Schule und Sport. In diesem Bereich sieht Steffen auch seinen persönlichen Schwerpunkt. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Gruppe auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Weitere Themenschwerpunkte der Gruppe SPD/Die Linke sind in der Gruppenvereinbarung zu finden (Datei zum Download folgt in Kürze).
Darüber hinaus ist Steffen Mitglied in der Bewertungskomission und im Aufsichtsrat der Empore.
Aktuell beschäftigt sich die Gruppe mit einem Antrag der CDU/FDP auf Bau einer Parkpalette am Krankenhaus, wofür städtischer Wald weichen müsste. Dies möchte die Gruppe SPD/Die Linke verhindern und fordert daher eine vorherige Prüfung aller Alternativen, die dortige Parksituation zu verbessern. Das Thema liegt allerdings im Kompetenzbereich des Kreistags.
Über mich: Steffen Wetzel
Beruf: IT-Leiter und Personal Trainer für Ausdauersport
Familienstand: Verheiratet, 3 Kinder
Hobbys: Triathlon
Dafür möchte ich mich im Stadtrat Buchholz einsetzen: Förderung des Sports und Ausbau der Sportstätten.
Seit wann und warum ich mich in der Partei DIE LINKE engagiere: Der Partei bin ich im Juli 2021 beigetreten. Ich war bereits in den 90er Jahren in der FDJ (Freie Deutsche Jugend) gegen den Ausbau von Militärflugplätzen aktiv. Als Pazifist ist DIE LINKE als einzige Antikriegspartei für mich die politische Heimat.
Warum ich für den Stadtrat kandidiert habe: Ich möchte die Geschicke der Stadt Buchholz mitbestimmen, die Mobilitätswende mit mitgestalten und den ÖPNV stärken.
Wofür ich mich besonders einsetzen möchte: Der Sport liegt mir besonders am Herzen. Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Sportvereine Unterstützung erhalten, um sich mit Sportkursen an den Ganztagsangeboten der Schulen beteiligen zu können.
Was ist in Buchholz gerade wichtig? Was muss sicher verändern?
- Buchholz 2025plus: Ein neues Stadtviertel soll entstehen. Schaffung von neuem Wohnraum und Planung einer Ortsumfahrung.
- Stadtumbau West: Neugestaltung entlang der Bahn
- Mühlentunnel vs. Ostring
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Aktuelles
Erinnerung ist eine Zumutung an uns
"Lasst uns solidarisch sein. Miteinander. Wir, die hier stehen. Mit denen, die fehlen. Mit denen, die angegriffen werden."
Susanna spricht am Mahnmal für die Linke
Wir stehen heute hier am Mahnmal. An einem Ort, der nichts beschönigt und nichts erklärt, sondern erinnert.
Der 27. Januar ist ein Tag des Gedenkens an die Millionen Menschen, die entrechtet, deportiert und ermordet wurden.
Nicht im Chaos, sondern organisiert. Nicht zufällig, sondern systematisch. Gedenken ist wichtig.
Weil es den Ermordeten ihre Würde zurückgibt. Weil es der Logik der Täter widerspricht, die Menschen zu Nummern machen wollten, austauschbar, vergessbar, ausgelöscht.Gedenken hält fest: Diese Menschen haben gelebt. Sie wurden ermordet. Und sie werden nicht ausgelöscht aus unserer Erinnerung. Aber Gedenken darf nicht folgenlos bleiben. Theodor W. Adorno hat nach Auschwitz einen Satz formuliert, der bis heute unbequem ist: Die wichtigste Aufgabe nach Auschwitz sei, die Wiederholung zu verhindern.
Das ist kein pädagogischer Satz. Das ist eine politische Zumutung. Denn er sagt uns: Erinnern reicht nicht, wenn es uns nicht verändert.
Wenn wir gedenken, aber unser Denken und Handeln davon unberührt bleibt. Adorno warnt davor, Auschwitz als Ausnahme zu behandeln, als Abirrung vom Lauf der Geschichte.
Er zeigt: Barbarei entsteht nicht außerhalb der Zivilisation, sondern in ihr. Dort, wo Menschen sich anpassen, wo sie Verantwortung abgeben, wo sie wegsehen und Aggression nach unten weiterreichen.Erziehung nach Auschwitz heißt deshalb nicht: mehr Rituale, mehr wohlmeinende Worte oder abstrakte Werte.
Erziehung nach Auschwitz heißt: Menschen zu befähigen, sich selbst zu reflektieren. Nein zu sagen. Nicht mitzumachen. Nicht zu schweigen, wenn Ausgrenzung wieder normal wird.Dieses Mahnmal erinnert nicht nur an die Toten. Es richtet sich an uns. An unser Verhalten im Alltag. An unseren Widerspruch oder unser Schweigen. Erinnerung ist kein Abschluss. Sie ist eine Verpflichtung. Und sie endet nicht hier, sondern in dem, was wir tun. Erinnerung zählt nur, wenn sie Konsequenzen hat.
Der Holocaust war ein einzigartiges Verbrechen. Aber Auschwitz war kein Ausrutscher der Geschichte. Es entstand dort, wo Menschen sich angepasst haben. Wo Menschen geschwiegen haben Wo Menschen nach unten getreten und nach oben gehorcht haben.
Erziehung nach Auschwitz heißt nicht: mehr Worte. mehr Rituale. mehr gutes Gewissen. Es heißt: nicht mitmachen. nicht wegsehen. nicht neutral sein. Dieses Mahnmal ist kein Ort zum Abhaken. Es ist eine Zumutung an uns. Hier. Heute.
Was wir daraus machen, entscheidet sich nicht am 27. Januar. Sondern im Alltag. Dieses Mahnmal ist kein Abschluss. Es ist eine Aufforderung. Lasst uns solidarisch sein. Miteinander. Wir, die hier stehen. Mit denen, die fehlen. Mit denen, die angegriffen werden.
Mit diesem Appell an uns alle endete der Redebeitrag von
Die Linke Harburg-Land, vorgetragen durch Susanna Schreiner


