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22. Oktober 2018

Elbvertiefung

Sehr geehrte Frau Heidelberg-Stein,


wir beziehen uns auf Ihre Anfrage zur Stellungnahme zum Verkehrsgipfel in Winsen.


Die Samtgemeinde Elbmarsch ist in der Tat von immer mehr Individualverkehr betroffen, insbesondere auch durch Schwerlastverkehr. Die Elbquerung der B404 wurde dabei in den letzten Monaten immer wieder zum Nadelöhr. Dies lag und liegt zum einen an diversen Baumaßnahmen zwischen Lüneburg und Hamburg sowie im Geesthachter Raum, aber auch am allgemein gestiegenen Schwerlastverkehr auf der Straße. Die Wartezeit vor der Brücke war dabei für die Pendlerinnen und Pendler nicht mehr akzeptabel. Schulbusse aus der Elbmarsch mussten früher starten, damit die Schülerinnen und Schüler überhaupt rechtzeitig den Unterricht in Winsen erreichen konnten.


Zwar hat sich die Lage durch das Ende der Baumaßnahmen etwas entspannt, das Problem besteht aber grundlegend. Immer häufiger wird die Elbquerung B404 vom Schwerlastverkehr als Ausweichstrecke zur überlasteten A7 genutzt.


Ein weiterer Ausbau der Straßen kann aber das Problem nicht beheben, insbesondere da der Verkehr im Zielgebiet Hamburg ohnehin schon zusammengebrochen ist und die Lebensqualität nicht nur der Pendlerinnen und Pendler massiv leidet, sondern auch ganz besonders für die Hamburgerinnen und Hamburger. An ein normales Vorankommen in der Stadt ist praktisch nicht mehr zu denken. Ganz zu Schweigen von der Gesundheits- und Umweltbelastung.


Das bedeutet aus Sicht der LINKEN Harburg-Land, dass nur ein massiver Ausbau des ÖPNV die Probleme langfristig lösen kann. Dieser muss so attraktiv gestaltet werden, dass die Pendlerinnen und Pendler eine echte Alternative zum Auto haben. Momentan sind die Züge von Lüneburg/Winsen nach Hamburg zwar durchaus schnell und fahren auch relativ häufig, zu den Stoßzeiten allerdings sitzen bzw. stehen die Fahrgäste dicht gedrängt wie die Ölsardinen. Attraktive Alternativen sehen anders aus.


Das bedeutet die Quantität muss weiter erhöht werden. Dies muss auch durch zusätzliche Infrastruktur erreicht werden, wenn alle Akteure wie Kommunalpolitik, Anwohnerinnen und Anwohner, Pendlerinnen und Pendler und z.B. auch Naturschutzverbände von Anfang in die Planungen und Konzepte mit eingebunden werden.


Dabei gilt es auch die ländlicheren Räume im Winsener Hinterland viel besser durch den ÖPNV zu erschließen. Deshalb wird von der Partei die LINKE Harburg-Land der Vorschlag der Schienenanbindung von Geesthacht und auch eine Elbquerung des Schienenverkehrs begrüßt, wenn die entsprechende Einbindung wie oben beschrieben erfolgt. Dabei ist die sensible Umwelt an der Elbe besonders zu beachten. Durch den gleichzeitigen Abbau des Individualverkehrs dürften die Auswirkungen auf die Umwelt aber unter dem Strich eher positiv sein.


Last but not least gilt für die LINKE, dass der ÖPNV für alle Menschen - egal welchen Alters oder welchen Einkommens - bezahlbar sein muss. Ganz viel lässt sich über niedrige Fahrpreise regeln. Wien ist hier ein gutes Beispiel (1,- €/Tag Kosten für den ÖPNV pro Fahrgast) Das mittel- bis langfriste Ziel muss der flächendeckende kostenlose ÖPNV sein. ÖPNV gehört in öffentliche Hand und massiv durch Steuern gefördert, da er der Allgemeinheit zu Gute kommt. Erst dann haben Dieselskandale, schlechte Luft in den Großstädten und Gemeinden und auch der massive volkswirtschaftliche Schaden durch den Verkehrskollaps ein Ende.



  1. Vorsitzender Kreisschatzmeister

Sebastian Stoffregen Joachim Kotteck


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