Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Detailansicht

24. März 2014

DIE LINKE Niedersachsen fordert: Grüne müssen Umweltminister Wenzel zurückpfeifen


„Das am Wochenende bekannt gewordene Einknicken von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) vor den Lobbyisten der Erdgasindustrie ist ein umweltpolitischer Skandal erster Güte“, so der LINKE Landesvorsitzende Dr. Manfred Sohn am Samstag auf der Sitzung des Landesausschusses, dem „Kleinen Parteitag“ der Partei DIE LINKE Niedersachsen: „Mit dem Einpressen von gefährlichen Chemikalien beim Fracking wird das Trinkwasser in Niedersachsen massiv gefährdet. DIE LINKE Niedersachsen fordert den Grünen Landesverband auf, Umweltminister Wenzel an die Beschlüsse ihres Landesverbandes zu binden, in dem sie sich eindeutig gegen das Fracking ausgesprochen haben.“

Anti-Atom & Umwelt

Zu den zentralen Themen der Landespartei gehört der Kampf gegen Atomkraft. An keinem anderen Ort in Deutschland ist so viel radioaktiver Müll gelagert wie in Gorleben im niedersächsischen Wendland. Keine andere Region ist durch den Widerstand der dort lebenden Menschen und ihrer Unterstützer/innen aus ganz Europa so zum Symbol des Kampfes gegen den atomaren Irrsinn geworden. Das marode Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel stellt das größte Umweltproblem des Landes dar. Die Landespartei setzt zusammen mit Bürgerinitiativen den Kampf für ein strahlenfreies Niedersachsen fort.

Doch eine weitere Gefahr aus den Tiefen des Erdreiches droht Niedersachsen heimzusuchen: Der US-Konzern ExxonMobil will im Landkreis Rotenburg (Wümme) mit dem sogenannten Fracking-Verfahren Erdgas gewinnen. Gemeinsam mit Bürgerinitiativen setzt sich die Partei gegen dieses Verfahren ein, das Grundwasser und Stabilität des Bodens gefährdet.

Generelles Verbot!

Auch die Linke. Harburg-Land fordert ein generelles Verbot von Fracking. Ein Moratorium – wie es Grüne und SPD wollen und NRW umgesetzt hat – reicht wegen mangelnder Rechtssicherheit nicht aus. Nur Fracking mit giftigen Chemikalien zu verbieten, ignoriert die verbleibenden beträchtlichen Risiken. Das Bergrecht muss reformiert werden, um umfassende demokratische Mitentscheidungsrechte zu sichern und den Interessen von Umwelt und Menschen Vorrang vor Wirtschaftsinteressen einzuräumen. Eine Energiepolitik auf dem Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien erfordert Verbrauchssenkungen wie die Förderung erneuerbarer Energien. Jetzt auf den weiteren Ausbau der Erdgasförderung mit Fracking zu setzen, ist der falsche Weg, da Fracking ist mit unverantwortlichen Risiken für Bevölkerung und Umwelt, insbesondere für das Trinkwasser, verbunden ist. Zahlreiche Studien verdeutlichen inzwischen die Gefahren. Dass „die Gefährdung der oberflächennahen Wasservorkommen“ nicht ausgeschlossen werden kann, wurde auch in den vom Umweltbundesamt und der Landesregierung NRW in Auftrag gegebenen Studien deutlich. Daher ist eine stärkere Förderung der erneuerbaren Energien notwendig und eben nicht die Erdgasförderung mit Fracking!